Es wachst was

2. Ebenseer Zukunftsschmiede - Brucknsteher und Trüföplatzln

2. Ebenseer ZukunftsschmiedeWährend Straßen und Plätze früher den Raum der Öffentlichkeit bildeten und BürgerInnen eines Ortes sich dort trafen, miteinander plauderten etc., dienen Straßen heute in vielen Fällen nur mehr einem möglichst raschen Verkehrsfluss.
Gerade in Ebensee hat sich durch die Verlagerung der Geschäftstätigkeiten vom linken (ehem. „Lamba“) zum rechten (Bahnhofstraße) Traunufer auch das Zentrum des Orts verlagert bzw. ist es im Zuge dieser Entwicklung irgendwie verloren gegangen. Bei vielen Projekten stand in den letzten Jahren die Zahl der Parkflächen im Vordergrund, ohne Rücksicht auf das Ortsbild und Überlegungen abseits des PKW-Verkehrs.
Ein Ortszentrum im Sinne eines Platzes, auf dem sich Begegnungen, Feste, Veranstaltungen abspielen, gibt es in Ebensee im Moment nicht.

Wie es in Ebensee mit Plätzen, die zum Verweilen einladen, aussieht und was solche Plätze überhaupt ausmacht, damit beschäftigte sich die 2. Ebenseer Zukunftsschmiede am 23. September 2011.

Landschaftsplanerin DIin Ingrid Kletzl verschaffte den TeilnehmerInnen in ihrem Impulsreferat einen Überblick, worauf es bei der Gestaltung von (öffentlichen) Plätzen mit Pflanzen ankommt. Architekt DI Georg Mitterecker berichtete von seinen Erfahrungen bei der Gestaltung von öffentlichen Plätzen, über Möglichkeiten der Mehrfachnutzung und über Chancen und Risiken von Bürgerbeteiligungsprojekten.
Anschließend waren die Gäste der Zukunftsschmiede eingeladen, ihre Ideen für Ebensees öffentlichen Raum einzubringen und mit Hilfe der beiden Experten weiterzuentwickeln.
Angesichts laufender Projekte, wie der geplanten Errichtung eines Fachmarktzentrums auf dem ehemaligen Salinenareal oder der weiteren Nutzung des Konsumgeländes, ist die Schaffung von Plätzen mit Aufenthaltsqualität mehr als aktuell. Aber auch die vielen kleinen und großen Grünflächen im Ortszentrum könnten sich schon mit kleinen Maßnahmen zu attraktiven „grünen Inseln“ entwickeln. Vielleicht lassen sich dann wieder mehr EbenseerInnen einladen zu verweilen und es entstehen ein paar neue „Trüföplatzerl“. Vielleicht wird es auch wieder interessanter, Einkaufswege im Ort zu erledigen, anstatt in Einkaufszentren benachbarter Gemeinden zu fahren.
Es ist auf jeden Fall noch viel zu tun!

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