„Hochwasser in Ebensee – Tendenz steigend?“

4. Ebenseer Zukunftsschmiede

Rund 30 Interessierte aus der Ebenseer Bevölkerung und politische VertreterInnen folgten der Einladung der BÜFE (Bürgerliste für Ebensee) zur 4. Zukunftsschmiede rund um das Thema „Hochwasser“.

2014 zuschmi foto klein„Die Frage, ob die Tendenz zu Hochwasserereignissen in Ebensee steigend ist, kann klar mit JA beantwortet werden.“ – diese Aussage von Ing. Wilhelm Laimer, Leiter des Gewässerbezirks Gmunden brachte es auf den Punkt. Verschiedene Projekte, die an der Traun im Ebenseer Ortsgebiet geplant sind, sollen bei zukünftigen Hochwasser-Ereignissen helfen, Schäden in Grenzen zu halten: z.B. im Mündungsbereich der Traun im Trauneck, an der Ischlerstraße vom Sportplatz traunaufwärts oder in Langwies. Mehr Platz für die Traun, Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Ortsteile, Verringerung der Geschiebemengen umfasse in Kürze die Zielsetzung der Maßnahmen. Neben dem Hochwasserschutz werden die Projekte auch neue Möglichkeiten für Tourismus und Naherholung eröffnen.

Die vielen offenen Fragen aus dem Publikum rund um die Wehre an der Traun, den Pegelstand des Traunsees,

sowie um die Interessenskonflikte zwischen Energieerzeugung und Hochwasserschutz wurden von Wilhelm Laimer ehrlich und kompetent beantwortet.

Dass auch von Seiten der Gemeinde eine große Verantwortung hinsichtlich der Bebauung bzw. des Schutzes von Flächen, die im Hochwasserabflussbereich liegen, besteht, ist nicht neu. Dipl. Ing. Mario Hayder, Landschaftsplaner und Ortsplaner der Firma Regioplan, stellte verschiedene Instrumente der (kommunalen) Raumplanung vor, die einer Gemeinde zur Verfügung stehen. Auch hier stand die Frage „Wohin mit dem Wasser?“ im Vordergrund. Oberflächenwasser, Grundwasser, Hangwasser, Hochwasser – die Vielfalt der angeschnittenen Themen, angefangen vom Freihalten von Überflutungsgebieten bis zum Schutz der Wasserspeicherfunktion des Bodens – zeigte, wie komplex die Fragestellungen sind.

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser – neben vielen interessanten Informationen bleibt an die Gemeinde v.a. der Auftrag, jene Möglichkeiten zu nützen, die zur Verfügung stehen, um bei künftigen Hochwasser-Ereignissen die Schäden in Grenzen zu halten.

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