Pumpspeicherkraftwerk

Geplantes Pumpspeicherkraftwerk am Sonnstein

Ein- und Auslaufstelle PSKAm Dienstag, den 13. Juli 2010, lud die Energie AG die Ebenseer GemeinderätInnen zu einer Informationsveranstaltung ins Gemeindeamt und zu einer anschließenden Fahrt in den Rumitzgraben am Sonnstein.

Dabei wurde das geplante Pumpspeicherkraftwerk vorgestellt und genauere Zahlen und Fakten bekanntgegeben.

Im Rumitzgraben soll ein 6,5 ha und 1,35 Mio m3 großer Speichersee entstehen. Die Rohrleitungen sollen im Berg verlaufen, auch das Kraftwerk selbst soll in den Berg gebaut werden. Die Ein- und Auslaufstelle des Kraftwerkes in den Traunsee ist im Bereich Falmsederkurve geplant.

Erste Sondierungsbohrungen für das 130 Mio €uro teuere Projekt sollen im Herbst in Angriff genommen werden.

Bei einer positiven Auswertung der Ergebnisse könnte das Projekt dann nächstes Jahr an den Start gehen.

Die voraussichtliche Bauzeit beträgt 4 Jahre.

Zweifelsohne stellt der Bau des Pumpspeicherkraftwerks, das von seiner Funktionsweise her mit einer Batterie verglichen werden kann aber mehr Strom verbraucht als erzeugt, einen großen Eingriff in die Ökosysteme Sonnstein und Traunsee dar.

Viele Fragen sind noch ungeklärt, wie zum Beispiel:

  • Wie wird sich die Ein- und Auslaufstelle in der Falmsederkurve auf die Ebenseer Bucht auswirken (Fischbestand, Solvayrückstände, Hochwasser)?
  • Mit welchem Verkehrsaufkommen durch das Nadelöhr Kohlstatt ist während der ca. 4 Jahre Bauzeit zu rechnen?
  • Zu welchen Behinderungen wird es auf der Bundesstraße durch den Bau des Kraftwerks im Sonnstein kommen?
  • Wird es mittel- und langfristig einen Ausbau der 110 KV-Leitung geben?
  • Wie „sauber“ und umweltfreundlich ist die Energie, die gespeichert wird, zurzeit tatsächlich?

Das ganze Projekt wird man sich noch sehr genau anschauen müssen. Die Ebenseer Bevölkerung gehört auf jeden Fall im Vorfeld über alle Details informiert.

Auch wenn die Vertragspartner die Österreichischen Bundesforste und die Energie AG sind, so hat Ebensee als Standortgemeinde im Laufe des Genehmigungsverfahrens (Umweltverträglichkeitsprüfung) das Recht der Parteistellung, was Einwendungen, Akteneinsicht, Anhörungen, Berufung, etc. ermöglicht.

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