Fachmarktzentrum

Fachmarktzentrum für Ebensee - Kommentar zur GR-Debatte am 8.3.2012

Ersatzgemeinderat der BÜFE: Walter Rieder"Der Markt hat seine eigenen Gesetze"

Kommentar zur Gemeinderatssitzung am 8.3.2012

von Walter Rieder

Die Firma Immotop Development GmbH. will auf dem ehemaligen Salinengelände ein Fachmarktzentrum (FMZ) errichten. Dazu sind kostspielige und langwierige Vorarbeiten der Planungen und ein Bewilligungsmarathon erforderlich. Im Zuge des Planungsverfahrens, das sei anerkennend gewürdigt, ist die Firma Immotop auf eine Reihe von Anregungen und Wünschen, die im Wesentlichen von BÜFE und den Architekten DI Andreas ZOHNER und DI Gerhart HINTERWIRTH stammen, eingegangen.

So ist ein Projekt herausgekommen, dem die Mehrheit unserer Fraktion zuzustimmen bereit war. (So etwas wie Fraktionszwang ist bei uns nicht üblich!!) Bei der Gemeinderatssitzung wollte die SPÖ die für das FMZ erforderliche Änderung des Flächenwidmungsplanes durchwinken.

BÜFE, ÖVP, und FPÖ aber,

die gemeinsam eine Mehrheit haben, verlangten vom Vertreter von Immotop, Herrn Mag. Dietmar PRESLMAYR, einen Grundstreifen zum ortsüblichen Preis, für die Gestaltung eine Einbahnregelung zur Einbindung der Rindbacher- in die Bahnhofstraße, denn Immotop ist auch Besitzerin des ehemaligen Konsumareales.

Darüber wollte Immotop nach der Änderung des Flächenwidmungsplanes verhandeln. Das ist nun der Punkt, an dem aus Ehrlichkeit Naivität wird! Nämlich zu glauben, dass beinhart kalkulierende Wirtschaftsfachleute, wenn sie schon haben, was sie brauchen, Zugeständnisse machen.

In einer etwa 45-minütigen Sitzungsunterbrechung wurde, als Voraussetzung zur Zustimmung der BÜFE, ÖVP und FPÖ zur Änderung des Flächenwidmungsplanes, mit dem Vertreter von Immotop Nachstehendes vereinbart:

Immotop verkauft der Marktgemeinde Ebensee zur Errichtung einer Einbahnregelung der Einbindung Rindbacher- in die Bahnhofstraße einen 4,5 m breiten Grundstreifen zum ortüblichen Preis von € 55,-/ m². (Immotop wollte € 117,- / m²: das ist der Selbstkostenpreis für Grundkauf und Abrisskosten).

Hätte die SPÖ noch die „Absolute“, wäre Seegrund um € 84,-/ m² verkauft (wie für das Hotelprojekt geschehen) und Straßengrund um € 118,-/ m² gekauft worden!!

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