Ebenseer Schulen

VertreterInnen des Denkmalschutzes in Ebensee

Besuch vom DenkmalschutzDer gemeinsam beschlossene Weg beim Thema Schule wird fortgesetzt!

Am 13. Jänner 2011 fand eine Besprechung des Schul-Arbeitskreises mit Ing. Hinterreiter von der Abteilung Bildung des Landes Oö. statt. Dieser hatte von LRin Doris Hummer den Auftrag erhalten, die Gemeinde Ebensee bei der Grobkostenschätzung für alle erdenklichen Schulvarianten zu unterstützen. Am Freitag, den 25. Februar 2011, folgte der nächste Schritt.

Da die Gebäude der HS1 und der VS Ebensee denkmalgeschützt sind, waren die Chefin des Bundesdenkmalamtes für Oö. Hofrätin Dr.in Knall-Brskovsky und DI Wacha zum Lokalaugenschein in Ebensee.
Das Denkmalamt hat ein großes Mitspracherecht bei denkmalgeschützten Schulbauten, deshalb war es für die BÜFE immer wichtig, dieses bereits im Vorfeld in die Schulplanung einzubinden, auch um unnötige Kosten für nicht brauchbare Planungen zu vermeiden.
HRin Dr.in Knall-Brskovsky betonte bei der HS1 die Bedeutung dieses Baues. Der Schulbau der HS1 wurde als eines der wichtigen Bauwerke von Architekt Schulte vorgestellt und gilt als besonders erhaltenswert. Da der heutige Zustand noch sehr viele Merkmale des Ursprungsbaues enthält, bezeichnete sie es als ein „Juwel“ der Architektur. Der von Architekt Eder geplante Überbau des Turnsaales, um genügend Raum für eine Hauptschule zu schaffen, entspricht deshalb in keiner Weise den Vorstellungen des Denkmalamtes und ist mit dem Denkmalschutz nicht vereinbar. Die Außenfassade des Turnsaales ist unbedingt zu erhalten.
Bei der VS Ebensee ging es im Besonderen um die Erhaltung der Außenfassade, der Kastenfenster und der Türen. Das Gebäude barrierefrei zu gestalten, wird sicher eine schwierige Aufgabe. Bei der VS Ebensee wird es ebenfalls notwendig sein, ein denkmalbehördliches Verfahren einzuleiten, um zu klären, welche Teile genau denkmalgeschützt sind (1988 wurde ein Zubau errichtet).
Wie geht es weiter? Ing. Hinterreiter wird nun aufgrund der Informationen des Denkmalamtes für die vom Arbeitskreis festgelegten 5 Schulvarianten eine Grobkostenschätzung erstellen. Die VertreterInnen des Denkmalschutzes werden eine schriftliche Stellungnahme zur HS1 und VS Ebensee abgeben.
Der Arbeitskreis „Schule“ wird sich mit den Ergebnissen befassen. Ein Runder Tisch bei LRin Doris Hummer wird folgen.

Die Vertreterinnen und Vertreter der BÜFE werden weiterhin im Schulausschuss darauf drängen, alle Varianten sachlich zu prüfen und mit einem gemeinsamen „Ebenseer Beschluss“ die Behörden in Linz zu überzeugen. Ziel ist die beste Lösung für Ebensee.

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